Corona-Lagebericht 9. April 2021 Kontaktketten durchbrechen: flächendeckende Testung in städtischen KiTas ab dem 15. April

Tests in KiTas tragen zur frühzeitigen Erkennung von Infektionen bei, die aufgrund der Virusmutationen auch immer häufiger bei Kindern auftreten, Kontaktketten können rasch durchbrochen werden. In Sindelfingen soll ab dem 15. April für vorerst vier Wochen in allen städtischen KiTas zweimal wöchentlich getestet werden, die Stadt stellt dafür die Tests zur Verfügung. Darüber hinaus zeigt der wöchentliche Corona-Lagebericht die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Sindelfingen.

Landesweit wird über Tests in KiTas diskutiert, auch der Landkreis hat ein Pilotprojekt aufgesetzt, an dem in Sindelfingen die KiTa Allmendäcker beteiligt ist. Um Kontaktketten frühzeitig zu unterbrechen, soll es in Sindelfingen flächendeckende Tests in den städtischen KiTas geben, ab dem 15. April ist für einen Zeitraum von vier Wochen eine Testung zweimal wöchentlich vorgesehen. „Bisher haben sich Bund und Land noch nicht auf die Finanzierung der Tests geeinigt, aber darauf können wir als Stadt nicht warten: Die dritte Welle hat uns fest im Griff, die Infektionszahlen sind weiterhin auf hohem Niveau und die Virusmutationen auch in Sindelfingen bereits weit verbreitet. Um die Verbreitung von Infektionen in Einrichtungen so gut wie möglich zu verhindern, leisten Tests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber insbesondere auch für die Kinder einen wichtigen Beitrag. Als Stadt wollen wir in der aktuellen Lage und zum Schutz der Kinder, Mitarbeitenden und Familien ein umfassendes Angebot machen und beschaffen deshalb selbst Testkontingente, die in einem Zeitraum von vorerst vier Wochen zwei Tests pro Woche in den städtischen KiTas ermöglichen. Dabei würden wir es begrüßen, wenn Bund und Land eine schnelle Lösung für die Finanzierung finden. Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen für die schnelle Organisation der Testinitiative, bei den KiTa-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Tests in den städtischen Einrichtungen intensiv begleiten und insbesondere auch bei den Kindern und ihren Eltern für ihre Unterstützung!“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.

Erster Bürgermeister Christian Gangl ergänzt: „Die KiTa-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter werden bereits zweimal wöchentlich mit Schnelltests zur Selbstanwendung versorgt – die Tests für die Kinder sind, auch mit Blick auf die Virusmutationen, ein wichtiges Zusatzangebot. Damit können wir auch asymptomatische Fälle identifizieren und verhindern, dass Kontaktketten unentdeckt bleiben, sich das Virus in den Gruppen und Familien unbemerkt weiterverbreitet. Die Eltern bekommen die Möglichkeit, ihr Kind direkt vor Ort in der KiTa auf eine mögliche Infektion testen zu lassen – die Testung der Kinder ist dabei kostenfrei, freiwillig und geschieht selbstverständlich nur mit Einverständnis der Eltern.“

Das Konzept für die flächendeckende Testung sieht sogenannte „Lollytests“ für Kinder unter 3 Jahren vor, bei denen diese für einige Sekunden an einem Teststäbchen lutschen; für Kinder über 3 Jahren kommen Nasal-Tests zum Einsatz, hier wird zunächst geschnäuzt und dann mit einem Wattestäbchen ein Abstrich aus dem vorderen Bereich des Nasenlochs entnommen. „Die Erzieherinnen und Erzieher werden vorab in der Anwendung beider Testverfahren online geschult. Sie begleiten die Kleinen bei ihren Tests und führen sie schon im Vorfeld spielerisch an das Thema heran. Flächendeckend sind es zunächst die pädagogischen Fachkräfte, die als vertraute Bezugspersonen der Kinder die Tests im Gruppenverband durchführen. Dieses Konzept kann dann von den KiTas in Rücksprache mit dem jeweiligen Elternbeirat weiterentwickelt und variiert werden,“ sagt Andrea Ragnit vom Amt für Bildung und Betreuung. „In der KiTa Allmendäcker haben pädagogische Fachkräfte bereits einen Testlauf erfolgreich durchgeführt. An die Eltern haben wir ein Schreiben mit Informationen zu den Tests und einer Einverständniserklärung verschickt. Wir bleiben in den kommenden Wochen in engem Austausch mit den KiTas und holen regelmäßig Feedback zu den Testabläufen.“

Aktuelle Infiziertenzahlen (Stand 8. April, 19:00 Uhr)

In Sindelfingen sind aktuell 131 Personen infiziert. Darüber hinaus ist bei 76 Personen die Min-destabsonderungsfrist bereits abgelaufen, sind jedoch noch nicht gesund gemeldet*

Registrierte Gesamtinfektionen seit Beginn der Pandemie: 2678, davon wieder genesen 2419, davon verstorben 38.

*Hintergrund: Die Quarantäne von Infizierten dauert 14 Tage, die Personen müssen jedoch min-destens 48 Stunden symptomfrei sein (und dies melden) bevor die Quarantäne aufgehoben wird. Halten Symptome an, wird die Quarantäne verlängert.

Eine Zusammenstellung aktueller Informationen ist auf der städtischen Webseite unter www.sindelfingen.de/corona zu finden. Auf www.sindelfingenhaeltzusammen.de werden verschiedene Angebote und Initiativen vorgestellt.

Die Corona-Verordnung des Landes finden Sie auf der Webseite der Landesregierung www.baden-wuerttemberg.de

Die Stadt Sindelfingen hat eine Hotline eingerichtet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Corona in Sindelfingen beantworten. Die Hotline ist erreichbar unter folgenden Nummern: 07031 / 94-611 oder 94-621.

Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 07031 / 663 3500 erreichbar. Bereitschaftsdienst: 116 117 

Die zentrale Corona-Ambulanz ist von Montag bis Sonntag, an 7 Tagen die Woche, geöffnet. Die Terminvergabe erfolgt über den Hausarzt bzw. am Wochenende über den Notfalldienst. An Wochenenden, wenn die Hausärzte telefonisch nicht erreichbar sind, wenden sich die Patienten an die Notfallpraxen in den Krankenhäusern bzw. die Nummer 116 117. Von dort kann ebenfalls die Weiterleitung an die Corona-Ambulanz erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten
–        des Landratsamts Böblingen – www.lrabb.de
–        des Robert Koch Instituts – www.rki.de/covid-19
–        des Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg – www.gesundheitsamt-bw.de
–        des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg –
www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de
–        des Bundesministeriums für Gesundheit – www.zusammengegencorona.de
–        der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung –
www.infektionsschutz.de/coronavirus/