Untersuchungsergebnisse zum Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte an Sindelfinger Schulen liegen vor – Verwaltung empfiehlt Anschaffung für einzelne Räume

In einem Pilotprojekt an drei Sindelfinger Schulen hat die Verwaltung unter wissenschaftlicher Begleitung den Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte als Ergänzung der Corona-Maßnahmen untersucht. Die Verwaltung empfiehlt nun nach Abschluss der Untersuchungen die Anschaffung weiterer Luftreinigungsgeräte. Der Gemeinderatsbeschluss soll am 18. Mai fallen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Verwaltung ein umfangreiches Bild zur Lüftungssituation an Sindelfinger Schulen verschafft: Im Rahmen einer Abfrage der 17 Schulen in städtischer Trägerschaft, konnte erfreulicherweise festgestellt werden, dass der Großteil der rund 550 Klassen- und Aufenthaltsräumen in den Schulen gut belüftbar ist. Einige wenige Räume benötigten bauliche Nachbesserungen, die umgehend in die Wege geleitet wurden. Mit 60 CO2-Messgeräten hatte die Verwaltung den Lehrern und Schülern zudem ein Werkzeug an die Hand gegeben, um ein besseres Gefühl für den Lüftungsbedarf in den Klassenzimmern zu bekommen.

„Als weitere Maßnahme haben wir ein Pilotprojekt an drei Sindelfinger Schulen angestoßen: Unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Stuttgart wurde geprüft, ob die Luftqualität in weniger gut belüftbaren Klassenzimmern mit mobilen Luftreinigungsgeräten nachhaltig verbessert werden kann. Sofern Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen stattfinden kann, können diese Geräte neben anderen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Infektionsrisiko weiter zu reduzieren – sie sorgen aber auch über diese schwierige Zeit hinaus für eine verbesserte Raumhygiene,“ so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.

„CO2-Messgräte bzw. -Ampeln sollen dabei helfen zu bestimmen, in welchen Intervallen das Fenster geöffnet und gelüftet werden muss. Wenn aber zum Beispiel natürliche Lüftungsmöglichkeiten unzureichend gegeben sind und bauliche Veränderungen nicht ausreichen, können Luftreiniger eine nützliche Unterstützung sein, um die Aerosolkonzentration im Raum zu verringern,“ sagt Prof. Dr.-Ing. Konstantinos Stergiaropoulos vom Institut für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung (IGTE) der Universität Stuttgart, der mit seinem Team das Pilotprojekt begleitet hat. Die Ergebnisse des Pilotprojekts an der Grundschule Königsknoll, der Gemeinschaftsschule Goldberg und dem Gymnasium Unterrieden liegen nun vor. Brigitte Klink, Leiterin des Amtes für Gebäudewirtschaft: „Im Zuge des Projekts wurden weitere Maßnahmen ermittelt, wie z. B. Umbauarbeiten an Fenstern, durch die wir die Lüftungssituation weiter verbessern können, entsprechende Umbauten haben wir veranlasst. Für neun Räume empfehlen wir, auf Basis der Untersuchungen weitere Luftreinigungsgeräte zu beschaffen.“

„Die aktuelle Infektionslage und die damit verbundenen Maßnahmen sind für uns alle schwierig, der Schulbetrieb in Präsenz ist – abhängig von den Inzidenzen – nur sehr eingeschränkt möglich. Unsere Handlungsempfehlungen und die damit verbundene Bereitstellung finanzieller Mittel in Höhe von 135.000 Euro werden wir dem Gemeinderat in der kommenden Sitzung zum Beschluss vorlegen,“ ergänzt Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei Herrn Prof. Stergiaropoulos und seinem Team für die kompetente Projektbegleitung – die Ergebnisse haben wichtige Erkenntnisse geliefert, sodass wir die Schulen mit zielgerichteten Maßnahmen für den Präsenzbetrieb unterstützen können.“

Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden im Ausschuss für Bildung und Betreuung am 4. Mai präsentiert, der Gemeinderatsbeschluss soll in der Sitzung am 18. Mai fallen.

Eine Zusammenstellung aktueller Informationen ist auf der städtischen Webseite unter www.sindelfingen.de/corona zu finden. Auf www.sindelfingenhaeltzusammen.de werden verschiedene Angebote und Initiativen vorgestellt.

Die Corona-Verordnung des Landes finden Sie auf der Webseite der Landesregierung www.baden-wuerttemberg.de

Die Stadt Sindelfingen hat eine Hotline eingerichtet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Corona in Sindelfingen beantworten. Die Hotline ist erreichbar unter folgenden Nummern: 07031 / 94-611 oder 94-621.

Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 07031 / 663 3500 erreichbar. Bereitschaftsdienst: 116 117 

Die zentrale Corona-Ambulanz ist von Montag bis Sonntag, an 7 Tagen die Woche, geöffnet. Die Terminvergabe erfolgt über den Hausarzt bzw. am Wochenende über den Notfalldienst. An Wochenenden, wenn die Hausärzte telefonisch nicht erreichbar sind, wenden sich die Patienten an die Notfallpraxen in den Krankenhäusern bzw. die Nummer 116 117. Von dort kann ebenfalls die Weiterleitung an die Corona-Ambulanz erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten
–        des Landratsamts Böblingen – www.lrabb.de
–        des Robert Koch Instituts – www.rki.de/covid-19
–        des Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg – www.gesundheitsamt-bw.de
–        des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg –
www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de
–        des Bundesministeriums für Gesundheit – www.zusammengegencorona.de
–        der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung –
www.infektionsschutz.de/coronavirus/